Das Für und Wider der Buchungsplattformen


So eine Buchungsplattform im Internet ist eigentlich richtig bequem. Und praktisch. Und schnell. Innerhalb kürzester Zeit weiß ich, wo es das günstigste Angebot für das Hotel in der gewünschten Kategorie im Skiort meiner Wahl gibt. In unserer heutigen Zeit, wo alles nur noch schneller und praktischer funktionieren muss, weil wir ja ständig im Stress sind und tausend Dinge gleichzeitig tun müssen, ist sowas echt ganz bequem. Außerdem kann ich nachlesen, welche Empfehlungen vorherige Gäste abgegeben haben. Ist das Hotel wirklich so toll, wie es verspricht? Wie viele Sterne haben die Gäste vergeben?

Darauf erfährt der geneigte Lastminute-Urlauber auch noch mit einem Mausklick, wie viele Zimmer noch frei sind, wie lange dieses unglaublich günstige Angebot noch gültig ist und wer sich gerade auch für dieses Angebot interessiert. Was? Fünf Personen interessieren sich gerade auch für dieses einzige noch freie Zimmer in diesem Traumhotel? Schnell buchen, sonst ist es weg!

Kommt Ihnen bekannt vor? Genau. Schnell will man sich das vermeintlich günstige Angebot noch vor allen andere schnappen. Und genau das sind die typischen Tricksereien der großen Buchungsplattformen. Mit diesen „dezenten“ Hinweisen gehen sie auf Kundenfang. Oft nur psychologische Tricks, um zu einem raschen Mausklick und einer verbindlichen Buchung zu drängen. Denn in Wahrheit sind noch viel mehr Zimmer frei, nur nicht genau dieses mit diesem hübschen Bett und dem Traumausblick …

Lesen Sie den Artikel in der Zeitung „Die Welt“ über die Psychotricks der Online-Shops, wie man sie auch von Urlaubs-Buchungsplattformen kennt: Hier klicken!

Genau Hinsehen lohnt sich

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Buchungsplattformen sind zudem oft teurer als eine direkte Hotelbuchung. Die Preisgestaltung und auch die Bezahlung sind undurchsichtig. Welche Leistungen enthält nun das Angebot? Wie günstig ist es tatsächlich? Die Nebenkosten wie z.B. ein zusätzlicher Bademantel für den Wellnessbereich, das Parken des Autos in der Tiefgarage der Hotelanlage, die Getränke am Morgen beim Frühstück oder beim Abendessen – es ist nicht klar, ob das Angebot dies inkludiert oder nicht.

Welche Nebenkosten sich hinter dem Angebot verstecken, bleibt meist auch gut versteckt. Die Preisgestaltung bleibt intransparent. Denn günstig ist nur die Übernachtung im angebotenen Zimmer – und sonst nichts. Nebenkosten, wo das Auge hinsieht, und diese verteuern ein erhofftes Schnäppchen schnell und verärgern die Kunden im Nachhinein.

Dies alles passiert bei einer Buchung direkt beim Hotel nicht. Dort gibt man freundlich Auskunft, alle Nebenkosten werden detailliert aufgeschlüsselt und das vermeintliche Schnäppchenangebot von der Buchungsplattform wird sogar noch unterboten. Die Abwicklung der Buchung erfolgt beim Hotel unkompliziert und sicher. Freundliches Personal kann jederzeit um Rat bezüglich der Buchung und den gegebenenfalls anfallenden Nebenkosten gefragt werden.

Vergleichsmöglichkeiten bleiben Plus, aber persönlicher Kontakt kann viel bewirken

Vor allem Lastminute-Gäste finden direkt beim Hotel meist immer noch ein günstiges Zimmer. Hohe Auslastung ist erwünscht und man ist froh um jedes belegte Zimmer – und das gerne auch zu günstigen Preisen. Man will schließlich, dass die Gäste wiederkommen und am besten auch noch eine Empfehlung bei Freunden aussprechen, weil man so flexibel in der Zimmervergabe war.

Bei Problemen oder Fragen zu einer Buchung bei den großen Buchungsplattformen wird man schnell alleine gelassen. Den Servicedesk um Mitternacht noch schnell anrufen, wenn man gerade spontan den Lastminute-Skiurlaub gebucht hat, aber die Kreditkartenzahlung nicht funktioniert? Wohl kaum. Bei einer Buchung beim Hotel per E-Mail oder Telefon erhält man direkt und persönlich Auskunft. Denn zufriedene Gäste, die sich wohlfühlen, kommen gerne wieder. Bei Buchungsplattformen zählen nur der zahlende Kunde und das günstigste Angebot, das rasch per Mausklick verkauft wurde. Service und Hilfsbereitschaft stehen hier nicht im Vordergrund.